Am Karsamstag werden am Rande der Siedlungen große Osterfeuer entzündet. Zuvor sammeln die Burschen der Ortschaften mit Traktoren Holz und Zweige von der Bevölkerung ein. Am Abend kommt die Dorfgemeinschaft am Osterfeuer zusammen, die Jungen bewirten die BesucherInnen und bleiben so lange beim Feuer, bis es niedergebrannt ist. Früher brachten die Kinder abgenützte Reisigbesen mit, die sie ins Feuer hielten und dann durch die Luft schwangen. Die Osterfeuer in den ungarischen Randgebieten der Wart erinnern an urungarische Signalfeuer im Grenzraum.
Das Auffrischen am Tag der Unschuldigen Kinder, am 28. Dezember, war im gesamten ungarischen Sprachgebiet Tradition. Die Burschen gingen von Haus zu Haus und trugen Gesundheits- und Glückwünsche vor und schlugen die Hausbewohner sanft mit ihren Ruten und Korbatschen, vor allem die Mädchen, Frauen und Kinder. Dieser Brauch hängt zum Teil mit den heidnischen Fruchtbarkeitsund Gesundheitszaubern zusammen, zum anderen Teil knüpft er an die biblische Erzählung an. Dieser beinahe in Vergessenheit geratene Brauch wurde in Oberwart und Siget in der Wart wieder aufgegriffen.
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